STEHV Ligastruktur 2017/18
15. August 2017
Neuauflage vom Vorjahres-Finale im Zeichen der Revanche
19. September 2017

Eliteliga startet mit Neuerungen durch

STEHV/Helmut Huppmann

 

Es ist wieder so weit. Nach einer langen Wartezeit steht die Eliteliga-Saison in den Startlöchern. Mit den Graz99ers II hat man ein neues Team an Bord geholt. Doch auch sonst gibt es einige Änderungen in der höchsten steirischen Spielklasse. Auch diesmal gibt es die traditionelle Saisonvorschau vom STEHV.

Zunächst zum neuen Modus: Da die M-Rast Wölfe, Hartberg und die Rangers aus Langenwang ihren Ausstieg aus der Landesliga bekanntgaben sah man sich gezwungen das Format zu ändern, da es in der Landesliga nur mehr 3 Teams gab. Somit wird in der Eliteliga und Landesliga ein Grunddurchgang gespielt, in weiterer Folge verschmelzen diese beiden Ligen aber in der Zwischenrunde. In der „Meisterrunde“ spielen die besten 6 Eliteligamannschaften aus dem Grunddurchgang und in der „Qualifikationsrunde“ spielt der 7. platzierte aus dem Eliteligagrundurchgang mit den 3 Landesligisten um 2 Play Off Plätze. Nach Abschluss der Zwischenrunde wählen die 3 Erstplatzierten aus der Meisterrunde in einer LIVE übertragenen „Picking Round“ Ihre Viertelfinal Play Off Gegner – die beiden Vereine die das Eliteliga Play Off nicht erreichen spielen um den Landesliga Meistertitel.

Im besagten Viertelfinale wird dann im „best-of-three“-Modus gespielt, ehe im Halbfinale dann „der best-of-five“-Modus zum Tragen kommt. Leider konnte Leoben keinen konkurrenzfähigen Kader auf die Beine stellen, sodass die volle Konzentration nun dem Nachwuchs und der nächsten Saison gilt!

Als Neuerung gibt es vom STEHV ein flächendeckendes TV-Konzept. Powered by PlatinTV wird in der Eliteliga das Spiel der Woche inklusive Moderation von Arno Maier durchgeführt. Es wird sowohl eine Live-Übertragung auf Facebook als auch auf Youtube geben.

 

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KSV Kapfenberg:

Als Neuling aus der INL waren alle Augen vor der Saison 2016/17 auf Kapfenberg gerichtet. Von Beginn an dominierte man die Saison nach Belieben. Am Ende konnte man dann im Finale gegen Zeltweg den verdienten Meistertitel einfahren, obwohl ab Spiel drei die Begegnungen an Spannung nicht mehr zu überbieten waren. „Unsere Jungs durften dreimal vor einer ganz tollen Kulisse spielen, wobei Game 5 mit 2.000 Zuschauern und der Dramaturgie mit dem Rückstand, den wir noch zum Titel drehten das absolute Highlight für die Spieler und das Kapfenberger Publikum war,“ erinnert sich KSV-Obmann Franz Gärtner zurück. Auch in dieser Saison hat man in Kapfenberg nur die höchsten Ambitionen: „Unser Ziel ist die Titelverteidigung in der Eliteliga sowie möglichst viele Freundschaftsspiele gegen die spielfreien AHL-Teams zu machen. Mit unseren zwei besten Linien und Verstärkung aus Villach wollen wir den Spielern die Möglichkeit geben, auch auf höherem Niveau Spielpraxis zu sammeln. Da aber die anderen Teams zum Teil ordentlich verstärkt haben, wird die Liga heuer noch ausgeglichener.“ Seit dem 21. August stehen die Kängurus auf dem Eis, wobei es eine knappe Niederlage gegen AHL-Teilnehmer Neumarkt am 4-Nationen Turnier gegeben hat. Die Spiele gegen WEV und Union Wien wurden erfolgreich absolviert und dienten dazu, die Linien zu formieren und die ein oder andere taktische Variante zu üben.

 

Statement zum neuen Modus: „Aus der nicht einfachen Situation in der Landesliga wurde ligaübergreifend das Optimum herausgeholt. Interessant wird das Pickrecht für das Viertelfinale werden, vielleicht kommt es ja einem richtigen Lokalderby mit den Hot Shots“ – Franz Gärtner, Obmann Kapfenberg

 

Trainer: Gerhard Puschnik

Zugänge: Stefan Trost, Matthias Wassermann, Oliver Zirngast, Ivan Schaurhofer, Manuel Gruber, Stefan Derler, Oliver Meister

Abgänge: Mario Still, Patrick Gaffal, Laurenz Schmied
STEHV-Prediction: 1. Platz

 

EVZ Murtal Lions

 

EV Zeltweg Murtal Lions:

Das Ziel, im Finale dabei zu sein wurde aus Sicht der Zeltweger Löwen erreicht. Die Lions waren gegen Kapfenberg ein mehr als nur ebenbürtiger Gegner. Letztlich hat man nur denkbar knapp nach einem dramatischen Finalfight den Meistertitel verpasst. Am Ende musste man einsehen, dass Kapfenberg der verdiente Eliteliga-Champion 2016/17 war. Nun beginnt aber alles wieder von vorne, die Karten werden neu gemischt. Die Vorbereitung war mit zwei Spielen gegen Wiener Mannschaften, die gewonnen werden konnten allerdings denkbar knapp. „Es gab kaum Verletzungen und die Jungs freuen sich auf den Start gegen Kapfenberg am 23.09.“ Gleich am ersten Spieltag der neuen Spielzeit gib es die Neuauflage des FInalspiels gegen die Kängurus und somit auch die Gelegenheit zur Revanche. Das Ziel Finale wurde von Coach Michael Pollross auch in dieser Saison vorgegeben: „Ziel ist das Erreichen des Finales und dann werden wir versuchen den Titel zu holen. Bei unseren Heimspielen wollen wir unsere Fans begeistern und eine Show abliefern,“ gibt Pollross die Marschroute für die kommende Saison vor.

 

Statement zum neuen Modus: „Der Modus gibt allen die Möglichkeit im Play-Off zu spielen. Mit der Pickround gibt es natürlich zusätzlich Brisanz. Im Endeffekt ist der Modus egal, wir wollen das letzte Spiel der Saison gewinnen.“ – Michael Pollross, Coach EV Zeltweg Murtal Lions

 

Trainer: Michael Pollross

Zugänge: Hannes Rohrer, Manuel Pekler

Abgänge: Pierre Graf, Alexander Draschl

STEHV-Prediction: 2. Platz

 

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ATSE Graz:

Eigentlich ist ATSE Graz toll und überzeugend in die neue Saison gestartet. Die Resultate und die Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist war vielversprechend. Anfang Dezember hat man mit dem 3:1 Sieg gegen Zeltweg die wohl stärkste Saisonleistung abgeliefert. Allerdings hat sich daraufhin der Wurm eingeschlichen und der restliche Grunddurchgang war eher mäßig. Im Halbfinale legte ATSE Graz einen guten Start hin, gewann das erste Spiel und scheiterte im zweiten in der Overtime nach höchst unglücklichem Spielverlauf. Dies war dann der Knackpunkt in der Serie, denn Zeltweg setzte sich bekanntermaßen am Ende durch. Die Vorbereitung gestaltete sich ebenso alles andere als einfach, ist aber an sich auch keine neue Situation beim ATSE: „Nachdem wir fast eine reine Studententruppe sind, ist das mit der Vorbereitung immer so eine Sache. Wir haben Anfang September mit dem Eistraining begonnen, können aber erst mit Semesterbeginn Anfang Oktober auf den vollen Kader zurückgreifen,“gibt ATSE-Sektionsleiter Klaus Turin zu bedenken. Tief stappeln will man dennoch nicht: „Der Auftrag an Trainer und Mannschaft ist Jahr für Jahr der selbe. Wir wollen ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine stellen.“ Nach dem Abgang von Gilbert Kühn konnte man Martin Iberer einen jungen, österreichischen Trainer mit A-Lizenz für sich gewinnen. „Martin bringt viel Know-How im Bereich Organisation mit,“ weiß Turin.

 

Zum 70-jährigen Jubiläum gibt es am Sontag, den 1. Oktober auf dem Gelände des ASKÖ Stadions ein Frühshoppen mit allen Spielern und Funktionären aus sieben Jahrzehnten. Mitte Oktober wird dann auch eine Festschrift veröffentlicht, die ein must have für jeden steirischen Eishockeyfreund sein sollte.

 

Statement zum neuen Modus: „Aus der Not heraus geboren, aber aus unserer Sicht ganz ok“ – Klaus Turin, Sektionsleiter ATSE Graz

 

Trainer: Martin Iberer

Zugänge: Martin Iberer, Marko Hirschberger, Thomas Meixner

Abgänge: Gilbert Kühn, Tero Könönen, Philipp Haas,

STEHV-Prediction: 3. Platz

 

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Panthers Frohnleiten:

Die Panthers aus Frohnleiten können zufrieden auf die vergangene Saison zurückblicken. Das Minimalziel Play-Off wurde erfüllt. Das große Plus war der Auswärtssieg beim späteren Meister Kapfenberg im Halbfinale, sodass die Raubkatzen ein Heimspiel mehr hatten. Während der Vorbereitungszeit gab es kein Eis in Frohnleiten. Deswegen musste man nach Liebenau ausweichen. „Ich möchte mich hiermit recht herzlich bei den Verantwortlichen der MCG Graz für die freundliche Aufnahme bedanken. Wir hatten schon drei Vorbereitungsspiele. Dort hat man gesehen, dass die Linien bereits sehr gut harmonieren,“ sagt Bernd Jäger, Sportlicher Leiter der Panthers. Diesmal soll es für Frohnleiten wieder ins Halbfinale gehen. „Das Wunschziel ist aber natürlich das Finale,“ gibt Jäger die Marschroute vor. „Die Liga hat sich dank Philipp Hofer (Anm.: Vizepräsident STEHV) von Jahr zu Jahr verbessert und kommt immer näher zur 2. Liga ran,“ meint der Sportliche Leiter der Panthers.

 

Statement zum neuen Modus: „Das beste daraus gemacht und das wir heuer ein Viertelfinale dazu haben ist perfekt.“  Bernd Jäger, Sportlicher Leiter Panthers Frohnleiten

 

Trainer: Bernd Jäger

Zugänge: Dallago, Quinz, Trummer, Pohl, Kohlroser, Glauninger, Pesendorfer (Tryout)

Abgänge: Kaufmann, Kreiner, Griebichler, Graf

STEHV-Prediction: 4. Platz

 

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SPG Weiz Bulls/HC Hartberg

Durch das Verpassen der Play-Offs hat man bei den Bulls Weiz das Ziel nicht erreicht. „Die Kadertiefe und Qualität hat sich im Laufe der Saison nicht als Play-Off tauglich herausgestellt,“ meint Jürgen Schoder, Sportlicher Leiter der Bulls. Im Laufe der Saison konnten gute Leistungen gegen die Ligaspitze (Kapfenberg, Zeltweg, ATSE) verbucht werden, jedoch konnte man gegen die direkten Konkurrenten um den 4. Play Off Platz (Leoben und Frohnleiten) nicht Punkten und somit wurde das Play Off nicht erreicht. Daher wurde nach der Saison beschlossen aus den Mannschaften der EL und LL eine Mannschaft zu machen, damit mehr Kadertiefe vorhanden ist. „Unsere Vorbereitung ist heuer nur suboptimal verlaufen. Da wir in Weiz einen neue Bande bekommen und daher erst ab 9. Oktober Eis in Weiz zur Verfügung stehen wird, wurde zweimal die Woche in Hart bei Graz seit Anfang September trainiert. Das erste Vorbereitungsspiel am 17.9.2017 gegen Frohnleiten wurde mit 5:3 verloren, jedoch konnte unser Trainer Christian Hofmaier bereits einige wichtige Schlüsse daraus ziehen. Auch konnte man bereits die Qualität unserer Verstärkungen sehen. Es wird sehr wichtig sein, dass wir schnellstmöglich die Spieler aus der letztjährigen Landesligamannschaft und die Neuzugänge in die Mannschaft integrieren,“ weiß Schoder. Die Vorgabe für die kommende Saison ist die obere Zwischenrunde und somit das Erreichen der Play-Offs.

 

Statement zum neuen Modus: „Dieser Modus wird nur eine Saison halten, da eine Liga mit drei Mannschaften keine Zukunft hat.“ – Jürgen Schoder, Sportlicher Leiter Bulls Weiz/HC Hartberg

 

Trainer: Chrisitan Hofmaier

Zugänge: Huppmann, Strassegger, Kaufmann, Bürg

Abgänge: Haas, Kindl, Lamprecht, Gräßler, Gauster

STEHV-Prediction: 5. Platz

 

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Rattlesnakes Hart bei Graz:

Die abgelaufene Spielzeit war aus Sicht der Klapperschlangen sehr mühsam: „Wir hatten während der Saison beruflich einige Abgänge.Marko Ungericht und Christian Pesentheiner sind nach Kärnten zurück gezogen. Christoph Sternat hatte durch seine Headschiedsrichter Tätigkeit in der EBEL keine Zeit mehr. David Lammer hat sich nach Tirol beim Bundesheer versetzen lassen. Dann kamen noch die Verletzungen von Josef Innerkofler ( Handgelenk ) , Florian Innerkofler ( Leistenverletzung, Ausfall ganze Saison ), Marco Moser ( Seitenbandriss, Ausfall ganze Saison) dazu. Ohne diese Spieler waren wir nicht in der Lage über längere Strecken Konkurrenzfähig zu sein. Die meisten Spiele waren wir nur 2 Linien oder teilweise weniger,“ gibt Rattlesnakes-Coach Andreas Wanner zu bedenken. Auch die Vorbereitung lief nicht reibungslos ab. Die Snakes haben nur sehr wenig Eiszeit von der NHL Graz in Hart bekommen die im laufenden Rechtsstreit um die Eishalle Hart bei Graz weiter die Verwaltung der Eiszeiten über haben. Noch dazu hat der Verletzungsteufel wieder zugeschlagen: Patrick Atzl (Schulter) sowie Florian Innerkofler (wieder die Leiste) werden die nächsten Wochen nicht zur Verfügung stehen. Die Rattlesnakes gehen als Außenseiter in die kommende Eliteliga-Saison. Dessen ist auch auch Andreas Wanner bewusst: „Wir wollen aber trotzdem gegen jeden Gegner gute Leistungen abrufen und für die ein oder andere Überraschung sorgen.“ Immerhin: Der Kader hat sich vergrößert und ist an mehreren Positionen verbessert worden.

 

Statement zum neuen Modus: „Ich finde den neuen Modus sehr gut“ – Andreas Wanner, Coach Rattlesnakes Graz

 

Trainer: Andreas Wanner

Zugänge: Nikolaus von Guggenberg, Nico Kindl, Patrick Atzl, Christoph Haas, Robert Karitnig, Thomas Lamprecht, Tobias Tatzer, Benedikt Thurner, David Lammer

Abgänge: Marco Ungericht, Christian Pesentheiner, Christoph Sternat, Thomas Meixner, Luca Mischensky

STEHV-Prediction: 6. Platz

 

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Graz 99ers II:

Der Neuling und das siebente Team in der Eliteliga. Die 99ers werden hauptsächlich mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs in der höchsten steirischen Spielklasse antreten, genauer gesagt aus der U18 und mit einigen Ergänzungsspielern aus der U20. Man darf gespannt sein, was man von den Youngsters der Grazer erwarten kann und wo sie sich in der Saison 2017/18 einordnen werden. „Die Vorbereitungsspiele sind in Summe gut verlaufen und die Spieler haben sich auf das Spiel gegen Erwachsene einstellen könnnen.“ meint der sportliche Nachwuchsleiter der Graz 99ers Gerd Gruber. „für uns steht die Entwicklung der Spieler im Vordergrund die derzeit in der Eliteliga aus wirtschaftlichen und sportlichen Faktoren am Besten ist. Langfristig ist aber sicherlich die Besetzug sämtlicher Nachwuchsligen unser Vorhaben“

 

Statement zum neuen Modus: „Den Modus finde ich sehr gut und ist für die Fans sicherlich spannend. Finde es aber sehr schade, dass nur 7 Teams in der Eliteliga und nur 3 Teams in der Landesliga vertreten sind.“ – Gerd Gruber, Sportlicher Leiter Graz99ers

 

Trainer: Gerd Gruber

Zugänge: –

Abgänge: –

STEHV-Prediction: 7. Platz

 

 

 

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