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Eliteliga/Landesliga: Saison startet unter besonderen Bedingungen

Noch spezieller könnten die Vorzeichen vor dieser Saison nicht sein. Die Eliteliga/Landesliga kommt aus der Sommerpause zurück und startet an diesem Wochenende wieder durch.

Lange Zeit haben die Verantwortlichen um eine Durchführung der Saison bei den steirischen Eishockey-Ligen gekämpft. Vieles war aufgrund von Corona ungewiss. Es wird in jedem Fall eine spezielle Saison, da man nicht weiß, wie sich die Situation in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird. Es ist daher viel Flexibilität gefragt, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Doch es ist gelungen, unter schwierigen Umständen den Spielbetrieb zu gewährleisten. Den Anfang macht an diesem Wochenende die Eliteliga/Landesliga, die wieder einen gemeinsamen Grunddurchgang absolvieren werden. „Organisatorisch war das natürlich in diesem Jahr eine Herausforderung. Wir hoffen, dass wir die ganze Saison spielen können. Aber wir sind auch für etwaige Einschränkungen gerüstet. Heuer müssen wir ein besonders großes Maß an Flexibilität haben. Wir haben über den Verband ein eigenes Covid-Konzept für die Steiermark entwickelt, welches sämtlichen Vereinen und Hallenbetreibern zur Verfügung steht,“ sagt Philipp Hofer, Präsident des steirischen Eishockeyverbandes.

Der STEHV wirft vor Saisonstart traditionell einen Blick auf die einzelnen Teams.

Kapfenberg KSV Eishockey:

Die Kapfenberger haben eine gute Saison hinter sich. Ausnahme war hier der kurze Durchhänger, wo man drei Spiele hintereinander verloren hat. „Im Halbfinale wurde man wurden wir gegen den ATSE gefordert als im Finale gegen Zeltweg,“ meint Obmann Franz Gärtner. Mit 3 Siegen und keiner Niederlage im Finale konnten die Kängurus den 4. Meistertitel in Serie nach Kapfenberg holen.

Corona war aber bei den Kängurus in der Vorbereitung kein Thema: „Man sollte nicht alles immer auf Corona schieben. Wir haben uns wirtschaftlich und sportlich gleich vorbereitet wie in den letzten Jahren,“ betont Franz Gärtner. Allerdings hat Corona auch bei Kapfenberg durchaus Spuren hinterlassen.“ Wenn man vor weniger oder gar keinen Zusehern spielen muss ist das für den Breitensport der Tod. Wir haben es beim 5. Gösser Cup gespürt wie es ist vor leeren Rängen auf der Stehplatztribüne und vor nur 80 auf der Sitzplatztribüne zu spielen. Keine Stimmungen mehr in der Halle und keine Einnahmen,“ sagt Gärtner. Die Zielsetzung bei Kapfenberg ist klar. Man möchte wieder ins Finale und einen weiteren Titel nach Kapfenberg holen. „Es gibt sicherlich einen nicht so attraktiven Grunddurchgang nachdem Eliteliga und Landesliga zusammengelegt wurden, aber es gibt somit für die Landesligavereine ein Kräftemessen mit der Eliteliga,“ meint Franz Gärtner.

Trainer: Kris Reinthaler

Zugänge: Lukas Geineder, Florian Geineder, Leander Schulter, Claudio Stockner

Abgänge: Mario Petrovitz

EV Zeltweg Murtal Lions/EV Zeltweg Murtal Lions II:

„Letzte Saison war fast ganz ok, 2 Mannschaften im Finale, leider nur zweimal Vize-Meister, aber ich denke Zeltweg darf trotzdem stolz sein, denn wir sind der einzige Verein in der Steiermark, der Elite-, Landesliga und Nachwuchsteams bespielt,“ lässt Zeltweg-Obmann Chris Mayerl die letzte Saison Revue passieren und fügt hinzu: „Leider kam der Lock-down zu plötzlich, sonst hätten wir beim Nachwuchs einen Titel einfahren können!“ Die Jugend ist die Zukunft – Dieses Motto wird bei den Lions gelebt. Erfolge werden als Bestätigung der Arbeit gerne mitgenommen.

Allerdings waren die letzten Monate auch für die Zeltweger Löwen eine Herausforderung: „Es gab kein anderes Thema, einen verein Corona-fit zu machen, übersteigt eigentlich die Kraft eines Amateurvereins. Neben dem organisatorischen, ist die Last der verantwortung eigentlich nicht zu tragen,“ gibt Chris Mayerl zu bedenken. Natürlich hofft man, dass die Saison regulär zu Ende gespielt werden kann. Das Ziel ist zu überleben. den Teams im Verein eine Heimat zu geben und den Nachwuchs nicht zu verlieren, sollte es nochmals zu einem Lock-Down kommen.“Alles andere ist Zugabe! Wir stellen auch heuer wieder Mannschaften und Spieler in der Eliteliga, Landesliga, Österr. Meisterschaft U14 in Kooperation mit den Bulls Weiz, Spieler im LZ Obersteiermark U12 und U11, dazu noch St. Meisterschaften, Panthers Cup, U8/U10 Turniere, also genug zu tun und zu hoffen, diese Saison durch zu bringen,“ gibt Chris Mayerl die Devise für die kommenden Wochen und Monate vor. Die Landesliga-Mannschaft der Lions hat mit Manfred Nitsch einen neuen Trainer an Bord geholt.

Trainer EL: Gilbert Kühn:

Trainer LL: Manfred Nitsch

Abgänge EL: Gerald Koller

Zugänge EL: Marco Kuntze

Abgänge LL: Klaus Schlaffer (Coach), Manuel Pekler, Stefan Hössl , Tom Schlaffer, Daniel Ehgartner, Christoph Kriegl, Lukas Riegler

Zugänge LL: Mario Bischof, Timo Tellian, Leonard Kles , Wolfgang Rennhofer, Christian Rappitsch

LE Kings:

Mit Michael Pollross kam in der letzten Saison bei den Kings ein neuer Trainer und mit ihm einige Spieler. So musste sich die Mannschaft erst finden. Dementsprechend schwierig war auch der Start. „Durch diesen holprigen Meisterschaftseinstieg  sind wir ziemlich unter Druck geraten, die Landesliga Zwischenrunde zu erreichen. Wir haben uns aber schnell erfangen und dieses erste Ziel erreicht,“ sagt Kings-Obmann Christian Höllerbauer zur vergangenen Spielzeit. In der Zwischenrunde spielte man groß auf und konnte diese auch auf dem ersten Platz beenden. Ab Weihnachten mussten die Kings aber immer wieder Spieler vorgeben, sodass die Leobener nicht mit voller Mannschaftsstärke antreten konnten. Das Ziel, dass Finale zu erreichen hat man hauchdünn in einem packenden Play Off gegen Zeltweg verpasst.

Nun wird der Blick aber nach vorne gerichtet. Christian Höllerbauer gibt sich vor dem Saisonstart optimistisch: „Sportlich gesehen haben wir einen Weg gefunden auch über den Sommer mit den vorhandenen Covid Maßnahmen an unserer Fitness zu arbeiten. Damit sind wir positiv für die neue Saison gestimmt um unser Ziel in der heurigen Saison zu erreichen.“ Gemeinsam mit dem Sportrefarat hat man sämtliche Auflagen Stadtgemeinde Leoben abgearbeitet. Rein sportlich betrachtet wird die kommende Saison eine echte Herausforderung, da man einen gemeinsamen Grunddurchgang mit der Eliteliga absolviert. Realistisch gesehen werden wir versuchen dabei den 5. Rang zu erreichen um uns damit eine gute Ausgangsposition für das LL Playoff zu schaffen. Unser sportliches Ziel ist das Finale der LL zu erreichen,“ gibt Höllerbauer die Devise vor.

Trainer: Michael Pollross

Zugänge: Thomas Weissensteiner, Daniel Gamperl, Manuel Pekler, Stefan Hössl

Abgänge: –

ATSE Graz:

Nach dem Meistertitel 2018/19 hat man sich beim ATSE in der vergangenen Saison schwer getan, zum eigenen Spiel zu finden. Wie man im Sport auch gerne sagt: „Einen Titel zu gewinnen ist schwer, diesen im folgenden Jahr zu bestätigen, noch schwerer.“ So erlebte ATSE Graz eine sportlich durchwachsene Saison, ohne es geschafft zu haben, das gesamte Potenzial der Mannschaft auszuschöpfen. Etwas positives hatte die letzte Saison aber doch, denn im Halbfinale gegen den späteren Meister Kapfenberg hat man zumindest über weite Strecken einen ebenbürtigen Gegner abgegeben. „Vorangiges Ziel ist es, eine möglichst komplikationsfreie Saison zu spielen und sowohl den Spielern, als auch den Fans, so viel Eishockey, wie möglich, zu bieten. Sportlich ist unser vorrangiges Ziel, die Eliteliga-Gruppe zu erreichen. Wie sich der Rest der Meisterschaft entwickelt wird man sehen, obwohl wir auch heuer wieder um den Titel mitspielen wollen,“ sagt Rupert Strohmeier vom ATSE zu den Zielen in der kommenden Saison und betont weiter: „Grundsätzlich haben uns die ersten Maßnahmen nicht so hart erwischt, wie andere Sportarten, da wir unsere Meisterschaft zu Ende spielen konnten und uns in der Sommerpause befanden.

Dennoch gestaltete sich die Saisonvorbereitung als äußerst herausfordernd, da sowohl was die Ligazusammensetzung betrifft, als auch was das Finanzielle betrifft, es einige Hürden zu überwinden galt. Als größte Herausforderung sehen wir die ständige Ungewissheit, mit welcher wir alle zur Zeit zu kämpfen haben. Dennoch sind wir, als Verein, bis jetzt ganz gut durch die Vorbereitung gekommen und freuen uns auf eine möglichst infektionsfreie Saison.“

Trainer: Jonas Schuller

Zugänge: Daniel Brunner, Mario Petrovitz, Alban Schuller, Jose Palomo

Abgänge: Hannes Erlacher

Panthers Frohnleiten:

In der letzten Saison sind die Panthers aus Frohnleiten gegen Zeltweg im Halbfinale gescheitert. Aus Sicht von Frohnleiten war es trotz des verpassten Finaleinzugs eine sehr gute Saison. Die Lions haben sich in der Halbfinalserie mit 3:0 nach Spielen durchgesetzt. Im letzten Spiel sind die Panthers zwar früh durch Manuel Laritz in Führung gegangen, doch am Ende jubelten die Zeltweger über den Finaleinzug. Nun hat man mit Klaus Rappold einen neuen Trainer an Bord geholt, der neuen Schwung in die Mannschaft bringen soll. „Für uns war die Vorbereitung natürlich schwierig, weil wir erst im September richtig starten konnten. Nach wenigen Trainingseinheiten kann man noch relativ wenig sagen,“ meint Klaus Rappold.

Man möchte sich daher erstmal unten einordnen, Platz 4-5 ist erstmal das erklärte Ziel für die kommende Saison. Zweifel gibt es bei Klaus Rappold über den gemeinsamen Grunddurchgang:“Ich weiß nicht, ob es sportlich zielführend ist. Vor allem wenn Mannschaften wie Kapfenberg zwei bis dreimal in der Woche trainieren und andere Mannschaften oft weniger,“ gibt Rappold zu bedenken. Am Samstag um 19:50 startet man gegen die Rattlesnakes in die neue Saison.

Trainer: Klaus Rappold

Zugänge: Luca Betteni, Marek David, Lukas Färber, Luca Maurer, Fabio Jell, Martin Kober,

Abgänge: Manuel Laritz, Gilbert Lehmann, Leon Konecny

EC Rattlesnakes:

Auch die Rattlesnakes freuen sich darauf, dass es nach den fordernden Monaten endlich wieder losgeht. „Die letzte Saison war für uns eigentlich mühsam. Wir haben nicht schlecht begonnen, dann hat es aber mit den Verletzungen begonnen. Es ist viel unglücklich gelaufen, wir haben nicht mehr gewonnen. Am Ende war es sehr enttäuschend,“ wirft Rattlesnakes-Coach Andreas Wanner einen Blick zurück auf die vergangene Saison. Am 9. September hat man das erste Eistraining in Angriff genommen.

Auch zwei Testspiele gegen Leoben hat man bereits in den Knochen. Das erste Duell konnten die Klapperschlangen klar mit 7:1 für sich entscheiden. Zwar merkte man den Cracks nach intensiven Eistrainings doch die schweren Beine an, was sich aber nach den ersten 20 Minuten legte. Im zweiten Spiel war die Angelegenheit schon etwas knapper. Die Rattlesnakes konnten sich mit 5:4 durchsetzen. Man ging allerdings auch stark ersatzgeschwächt und mit sporadisch zusammengestellten Linien in dieses Spiel. Die Planung für die neue Spielzeit war sicher komplizierter als sonst. „Mit weniger Sponsoren war es sehr anstrengend für den Verein genug Geld aufzutreiben und den Spielbetrieb zu sichern.“ Ziel der neuen Saison ist es, unter die ersten vier Mannschaften zu kommen und die Saison in der Eliteliga fertig zu spielen. Das ist der Anspruch von Andreas Wanner und seiner Mannschaft.

Für das Heimspiel gegen Frohnleiten am Samstag um 19:50 ist es aufgrund des Präventionskonzeptes möglich 160 Zuschauer zuzulassen! Es wurden teilweise Sitzplätze gesperrt, sodass der Abstand problemlos eingehalten werden kann! Die Tribüne ist ab 19.00 geöffnet um alle Zuschauer namentlich erfassen zu können! Im gesamten Eisstadion gilt MNS-Pflicht – auf dem zugewiesenen Sitzplatz kann dieser abgenommen werden!

Trainer: Andreas Wanner

Zugänge: Moritz Strandner, Sascha Sudnikiewicz, Gernot Fally

Abgänge: Patrick Atzl, Harald Kofler, Marco Moser

EC Bulls Weiz:

Mit der letzten Saison letzten Saison darf man bei Weiz zufrieden sein. Das Ziel, den Landesliga-Titel zu gewinnen wurde erreicht. Laut dem sportlichen Leiter Josef Hosmaj hat auch die Stimmung in der Mannschaft gepasst. Für die kommende Saison hat man alles getan, damit ein reibungsloser Spielbetrieb möglich ist. „Im Grunde hat uns Corona wegen der Situation mit den Zuschauern getroffen. Wir haben aber alle Maßnahmen getroffen, damit Zuschauer zugelassen sind. Im Grunde ist unser Betrieb je nach Möglichkeit weiter gelaufen,“ meint Josef Hosmaj. Die Mannschaft ist voll bereit, zumindest wenn es nach Hosmaj geht. In der kommenden Saison möchte man vorrangig die Eliteliga-Mannschaften ärgern: „Wir wissen aber natürlich, dass es nicht einfach wird. Aber unser Ziel ist es, ein unangenehmer Gegner zu sein. Besonders bitter wiegt natürlich der Ausfall von Kapitän Markus Hasenhütl. Nach einer schweren Knieverletzung in einem Testspiel muss er die Saison frühzeitig beenden. Für die Bulls beginnt die neue Saison am Sonntag, den 4. Oktober um 16:00 gegen ATSE Graz.

Trainer: Christian Hofmaier

Zugänge: Michael Sudnikiewicz, Mark Saufeng, Patrick Zierer, Kevin Höffler, Johannes Bürg

Abgänge: Daniel Natter, Martin Kober

Eisbären Peggau:

In der abgelaufenen Saison war für die Eisbären im Halbfinale der Landesliga Endstation. Im entscheidenden Spiel gegen die Bulls ging man zwischenzeitlich zwar mit 2:0 in Führung. Allerdings hat man diese im Verlauf des Spiels verspielt. „Für uns war die Saison soweit eigentlich toll. Bis zum Schluss haben wir uns einen tollen Fight mit Weiz geliefert. Der Glücklichere hat dann gewonnen,“ meint Karl Rappold, Obmann der Eisbären.

Die Vorbereitung war in Zeiten von Corona natürlich von Vorsicht geprägt. Die Eisbären haben ein Training absolviert und ein Freundschaftsspiel gegen Frohnleiten, welches man mit 4:7 verloren hat. Allerdings führte man im 1. Drittel noch mit 4:2. Auch die finanzielle Situation war natürlich mühsam. Vor allem die Suche nach Sponsoren, sodass ein Spielbetrieb gewährleistet werden kann.“Wir hoffen natürlich alle, dass wir die Saison durchspielen können und das nichts extremes auftritt. Es ist aber ohnehin für alle das gleiche. Wir wollen den 1. Platz in der Landesliga anstreben,“ gibt Karl Rappold die Devise für die neue Saison vor.

Für die Eisbären beginnt die neue Spielzeit erst am 24. Oktober mit dem Auswärtsspiel bei ATSE Graz.

Trainer: Bernd Jäger

Zugänge: Kofler (Rattlesnakes), Philipp Haas (99ers Juniors), Stefan Winkler,

Abgänge: –

Die Spiele am Wochenende:

Samstag, 3.10. LE Kings Leoben : EV Zeltweg Murat Lions (19:30, Leoben)

Samstag, 3.10. EC Rattlesnakes Hart : EC Panthers Frohnleiten (19:50, Hart bei Graz)

Sonntag, 4.10. EC Bulls Weiz : ATSE Graz (16:00, Weiz)

Für den STEHV,

Dominik Hana

Foto: C STEHV/Helmut Huppmann

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