DEBL: 11 – 12 – 13 – GOLD – GOLD – GOLD

 

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Zum dritten Mal in Folge haben es die Neuberg Highlanders geschafft – Meister in der Dameneishockeybundesliga 2012/13!

Ein Erfolg mit dem in diesem Jahr nicht wirklich zu rechnen war! Nachdem vor Saisonbeginn einige erfahrene Spielerinnen dem Verein den Rücken gekehrt hatten bzw. verliehen wurden und mit nur einer Mannschaft in dieser Saison gespielt wurde, mussten noch mehr junge Spielerinnen (ab 11 Jahre aufwärts) in der ersten Liga ihr Können unter Beweis stellen. Das Ziel hieß sportliche Konsolidierung  - an einen möglichen Titel dachte keiner. Und die Saison begann auch dementsprechend durchwachsen. In der Vorbereitung war es schwierig die gesamte Mannschaft aufs Eis zu bringen, da viele Spielerinnen verhindert waren. Am 13 10 2012, ein Monat nach Saisonbeginn, ging es zum ersten Spiel nach Marburg, der vermeidlich schwerste Brocken bereits zu Beginn, man befürchtete nichts Gutes, da die Sloweninnen bereits voll im Spielbetrieb waren. Die Befürchtungen wurden bestätigt, so setzte es gleich im ersten Spiel eine bittere 3:6 Niederlage. Es lief zu dem Zeitpunkt nicht rund in der Mannschaft. Durch Verschiebungen, Nichtantreten des Gegners kam man auch überhaupt nicht in einen Spielrhythmus. Im zweiten Spiel in Kitzbühel spielte man groß auf, führte sofort 3:0 musste am Schluss jedoch mit einem Sieg im Penaltyschießen zufrieden sein. Zu diesem Zeitpunkt hat man die Meisterschaft auch abgehackt, da man aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden konnte, die Spielstärke von Marburg aber auch nicht erwarten ließ, dass diese außer von den Highlanders  geschlagen werden können. Ab diesem Zeitpunkt kamen die Highlanders immer besser ins Spiel und auch deren Torfrau, die zu Saisonbeginn durch einen schweren Autounfall kurz davor gehandicapt war, wurde immer stärker. So eilte man von Sieg zu Sieg und schoss die Gegner teilweise empfindlich aus der Halle. Es waren vor allem geschlossene Mannschaftsleistungen, die die anderen Vereine verzweifeln ließen, da alle drei Linien brandgefährlich waren und Tore erzielten. Interessant war auch die Tatsache, dass mit Dayna JANZEN (CAN), Martina KNESZ und Lisa MARCHL praktisch nur mit drei Verteidigerinnen gespielt wurde und jeweils eine ganz Junge Spielerin dazu kam. Es war nicht einfach, aber es funktionierte.

Am 12 01 2013 sollte dann der Tag sein, der wieder alles veränderte. Im Heimspiel gegen Triglav war man klar überlegen, musste sich jedoch mit einem knappen 2:0 zufrieden geben. Zur selben Zeit spielte Marburg zu Hause gegen Zagreb und musste eine 4:6 Niederlage auf eigenem Eis hinnehmen. Jetzt war wieder alles möglich und erstmals fiel das Wort „Titelverteidigung“! Immerhin wusste man über die eigene Spielstärke bescheid und außerdem konnte man aus eigener Kraft alles klar machen. Die Rechnung war relativ einfach. 6 Spiele – 6 Siege und man kann es schaffen. Ab diesem Zeitpunkt war der Fokus klar auf Meistertitel eingestellt, das musste auch Kitzbühel (8:0) und Klagenfurt (15:1) am eigenen Leib spüren. Die Highlanders spielten zu dem Zeitpunkt ganz groß auf und das Selbstvertrauen ging so weit, dass kaum wer an der Titelverteidigung zweifelte, da man wusste, dass Marburgs Topspielerin Michelle EDGAR (CAN) nicht mehr für die Slowenen spielte.

Am 17 02 2013 kam es dann zur Meisterschaftsvorentscheidenden Partie gegen den damaligen Tabellenführer aus Slowenien. Von Trainer Werner KERTH bestens eingestellt, wurde Marburg vor allem im ersten Drittel an die Wand gespielt. Das Ergebnis von 4:1 schmeichelte den Sloweninnen, die anerkennen mussten, dass die Highlanders an diesem Tag um eine Klasse stärker waren. Der Grundstein für den Titel war somit gelegt, es warteten „nur“ mehr Wien (heim) und Triglav sowie Zagreb (auswärts). Man wusste, dass man in einem Spiel in die Overtime gehen könnte, und trotzdem den Titel hätte. Drei extrem harte Partien standen noch bevor.

Am 23/24 02 2013 kam es daher zu einer Doppelrunde. Am Samstag musste man zum Nachtragsspiel nach Triglav. Triglav immer ein unangenehmer Gegner, die sehr hart spielen und teilweise auch unfair agierten in der Vergangenheit. In diesem Spiel war aber nichts dergleichen zu sehen, zu klar dominierten die Highlanders  - die Sloweninnen wurden mit 8:1 besiegt, wobei sich die Niederlage in Grenzen hielt, da die Triglaver Torfrau sensationell spielte. Somit waren es nur mehr zwei Spiele, die gewonnen werden mussten. Am Sonntag kam es dann zum Duell mit der zweiten Mannschaft von Sabres Wien. Da niemand wusste, wer bei den Wienerinnen spielen wird, war die Anspannung natürlich sehr groß. Diese legte sich aber sehr rasch nach Spielbeginn, da wie schon gegen Marburg vor allem im ersten Drittel (6:0) groß aufgespielt wurde. Letztlich siegte man auch in diesem Spiel klar mit 9:1 und machte das Dutzend voll – es war der zwölfte Sieg in Folge!

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     Foto: Neuberg Highlanders

 

02 03 2013 – auf ging es nach Zagreb! Das Selbstvertrauen war immens groß bei den Spielerinnen! Ein Sieg musste her – Zagreb die letzte Hürde im Kampf um den Titel. Kurz vor Spielbeginn bekam man noch die Information, dass Kitzbühel nicht nach Marburg angereist war, somit Marburg deren letztes Spiel mit 5:0 gewonnen hat – ein Punkt musste her. Und es wurde Schwerstarbeit. 200 Zuseher und die komplette Marburger Mannschaft, die angereist war und vor allem zwanzig Zagreber Spielerinnen hatten einiges dagegen. Das Spiel begann seitens der Highlanderinnen sehr nervös. Zagreb war von Beginn an sehr gefährlich, scheiterte aber an der guten Defensivarbeit der gesamten Neuberger Mannschaft. Je länger das Spiel dauerte, des do besser bekam man das Spiel in den Griff, und so stand es nach einem Drittel 2:0 für die Highlanders. Zu Beginn des zweiten Drittels wurde es noch einmal eng, als Zagreb in Überzahl verkürzte und die eine oder andere gute Chance hatte. Die Highlanders schlugen aber cool zurück und gingen mit einer 5:2 Führung ins Schlussdrittel. Obwohl Zagreb nie aufgab und alles versuchte gewann man auch das letzte Drittel und schaffte mit dem 7:3 nicht nur den 13. Sieg sondern auch den dritten Titel in Folge.

Neben diesem Titel wurde auch noch Bianca FEEBERGER zur besten Torfrau der Liga gekürt und Kelley DAVIES (USA) in das Allstarteam der Saison gewählt. Der Schlüssel zum Erfolg war neben diesen Einzelerfolgen jedoch die geschlossene Mannschaftsleistung, an der alle Gegner letztendlich zerbrochen sind. Neben der besten Torfrau hatten die Highlanders auch die beste Verteidigung (nur 26 Gegentore) und den besten Angriff (100 Tore). Ob in der nächsten Saison wieder zwei Highlander Mannschaften um diverse Titel kämpfen und vor allem in welchen Ligen diese spielen werden, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden.

ES KANN NUR EINEN GEBEN - HIGHLANDERS

 

Bericht: Neuberg Highlanders