Vom Gejagten zum Jäger

Pierron Ma

EC Weiz Bulls – EHV Raptors Eisenstadt 4:5 (1:1,2:0,1:4)
Tore: Ederer, Hofmaier, Zöbinger, Marchl bzw. Matthias Pierron 3, Heinl, Lederer  
Strafen: 24 min.+ Disziplinarstrafen Ederer, Ortner, Höfler, Hasenhütl+ Spieldauerdisziplinarstrafe Hasenhütl  bzw. 20 min.+ Disziplinarstrafen Takats, Berger+ Spieldauerdisziplinarstrafe Berger

In einem von Dramatik kaum zu überbietenden Spiel besiegen die Raptors den derzeitigen Tabellenführer EC Bulls Weiz in deren eigenen Festung mit 5:4.
Vor rund 150 Besuchern in der Weizer Eishalle starteten beide Teams vorsichtig und abwartend, belauerten einander, keiner wollte den ersten Treffer bekommen, doch mit Fortdauer der Begegnung übernahmen vorerst die Hausherren das Kommando. Raps-Goalie Albert Siedl mußte in der 15. Minute erstmals hinter sich greifen, als die Weizer vor dem Gehäuse der Burgenländer sehr viel Platz vorfanden und sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließen - 1:0. Doch die Raps-Parade-Linie Heinl/Pierron/Lederer konterte noch vor Ende des ersten Drittel und nach einem Gestocher vor dem Weizer-Tor war es Harald Heinl, der das Gummi im Tor versenkte - 1:1 Ausgleich, mit diesem Stand ging es in die erste Drittelpause!
Das zweite Drittel begann ähnlich wie das erste, mit Zunahme der Spieldauer häuften sich die Chancen auf beiden Seiten, doch beide Goalies vereitelten jegliche Einschussmöglichkeiten. Die Hausherren gingen in der 33. Minute neuerlich in Führung - 2:1 für Weiz. Und nachdem Matthias Pierron eine kleine Bankstrafe ausgefaßt hatte, konnten die Weizer knapp vor Drittelende im Power Play sogar auf 3:1 erhöhen.
Die Unterzahl der Raps nutzten die Steirer mit dem Tor zum 4:1 in der 45. Minute gnadenlos aus. Zu diesem Zeitpunkt konnte auf Seiten der Raps niemand auf ein Wunder hoffen, den gegen einen gleichwertigen Gegner ist einfach nichts auszurichten. Und genau diesen Moment brauchten die Raps, um wieder ins Spiel zu finden. In der 51. Minute war es Gerald Lederer, der mit einem präzisen Shorthander den Weiz-Goalie schlecht aussehen ließ - 4:2. Ganze 21 Sekunden später und neuerlich im Power Play der Anschlusstreffer zum 4:3 durch Matthias Pierron, der nach einer tollen Kombination mit Heinl und Lederer den Puck im Tor der Bulls versenkte. Neuerlich im Power Play der Ausgleich zum 4:4, und wieder war es Matthias Pierron, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend die Raps in der 58. Minute zurück ins Spiel brachte. Nun war wieder alles offen, jeder auf dem Platz wußte, das derjenige, der das nächste Tor schießt, als Sieger vom Platz gehen würde. Die  Raps zeigten allen in der Halle, wie man lehrbuchmäßig ein Tor herausspielt und der Mann des Abends, Matthias Pierron, schloß mit seinem dritten Tor vierzig Sekunden vor Spielende nach einer Traumkombination mit Hadwig und Havasi zum 5:4 Sieg für die Raps ab.
 Manager Hannes Wagner unmittelbar nach Spielende: "Unsere Jungs haben heute eine tolle Vorstellung abgegeben, haben uns im dritten Drittel tapfer zurückgekämpft und sind verdient zu Toren und in weiterer Folge zum Sieg gekommen. Durch diesen Sieg haben wir uns eine gute Ausgangsposition im Kampf um die Play-Off-Plätze geschaffen, wir haben heute hier in Weiz drei Punkte geholt, die den Zeltwegern und Kapfenbergern sicher noch Kopfweh bereiten werden.

Wir sind bereit auf die Samstag-Partie gegen Zeltweg!"     
Foto: Fotostudio Christian Feigl


EC Panthers Frohnleiten - ece Bulls Kapfenberg II  5:6 (2:0,3:3,0:3)
Tore: Strassegger 2, Schablas 2, Scepka bzw. Hofbauer 2, Stibernitz  2, Riegler, Fritz    
Strafen: 29 min.+Disziplinarstrafen Kraut, Thamer+ Spieldauerdisziplinarstrafe Lorber bzw. 14 min.
Ein gutes Spiel beider Teams und den Zusehern gefiel es und trotz aller Rivalität war es kein gehässiges Match. Und wieder einmal gingen die Panthers mit einer knappen Niederlage vom heimischen Eis. Die Kapfenberger konnten ob des glücklichen Sieges kräftig durchatmen denn der Erfolg wurde erst in den letzten 3 ½ Minuten fixiert, auch dadurch da die Frohnleitner im 3. Drittel einige Strafen nahmen und den Gegner dadurch stärkten.
2 Drittel lagen die Panthers mit bis zu 3 Toren voran mussten aber im Schlussabschnitt die konditionelle Überlegenheit der Bulls anerkennen.  Die Vorentscheidung fiel in der 57. Minute. Domink Thamer (Frohnleiten) saß in der Kühlbox und nach nr 3 Sekunden erzielte Oliver Fritz im Powerplay den Ausgleich. 47 Sekunden später versenkte dann Thomas Stibernitz den Puck im gegnerischen Tor zum Siegestreffer.

 

EV Zeltweg 2010 - Rattlesnakes Graz 13:2 (2:0,4:0,7:2)
Tore: Schiechl 4, Sulzer 3, Schlaffer 2, Gerald Koller 2, Robert Koller, Mitter  bzw. Hutzl, Weihs
Strafen: 16 min. bzw. 12 min.
Die Zeltweger marschieren weiter Richtung Playoff und ließen sich auch von den Rattlesnakes nicht aufhalten.
Mit einem Doppelschlag in der 5. MInute als Thomas Schiechl innerhalb von 35 Sekunden 2 Tore erzielte eröffneten die Obersteirer die Torejagd. Nach einer längeren schöpferischen Pause ging es im 2. Drittel mit dem Bestschießen weiter und nach Ende des Mittelabschnittes stand es 6:0. Den Grazern gelang erst beim Stand von 10:0 der 1. Treffer das sagt über den Spielverlauf eigentlich alles aus.